Die Fischerprüfung besteht aus dem schriftlich theoretischen Teil sowie aus einem praktischen Teil.

Der theoretische Teil umfasst folgende 6 Fachgebiete:

1. Allgemeine Fischkunde
2. Spezielle Fischkunde
3. Natur- und Tierschutz
4. Gewässerkunde und Fischhege
5. Gesetzeskunde
6. Gerätekunde

Aus einem Gesamtfragen-Katalog werden 10 Fragen aus jedem Fachgebiet, also 60 Fragen ausgewählt.

Von diesen 60 Fragen muß der Prüfling 45 richtig beantworten. In jedem Fachgebiet müssen mindestens 6 Fragen richtig beantwortet werden. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.
Wer den schriftlichen Teil nicht bestanden hat, kann zur praktischen Prüfung nicht zugelassen werden.
Eine Wiederholung ist erst zum nächsten Prüftermin der Unteren Fischereibehörde möglich.

Die praktische Prüfung besteht aus zwei Teilen.

1. Die Fischartenerkennung.
Hier werden dem Prüfling von 49 Fischarten, 6 zur Erkennung vorgelegt. 4 Arten müssen richtig sein.

2. Aus 10 Gerätezusammenstellungen muß der Prüfling ein waidgerechtes Gerät zusammenbauen, incl. dem dazugehörigen Zubehör in der richtigen Reihenfolge. 
Auf den Zusammenbau kann im Einzelfall verzichtet werden.

Gerät 1 : Beringte leichte Angelrute zum Fang von Rotaugen, Rotfedern und Brassen.
Gerät 2 : Feederrute zum Fang von Rotaugen, Rotfedern und Brassen.
Gerät 3 : Rute zum Fang von Karpfen.
Gerät 4 : Grundrute zum Fang von Aalen.
Gerät 5 : Spinnrute zum Fang von Hechten.
Gerät 6 : Spinnrute zum Fang von Barschen.
Gerät 7 : Fliegenrute zum Fang von Forellen (Trockenfischen)
Gerät 8 : Fliegenrute zum Fang von Forellen (Naßfischen)
Gerät 9 : Rute zum Fang von Dorschen.
Gerät10: Brandungsrute zum Fang von Plattfischen.

Sind alle Bedingungen erfüllt, gilt die Prüfung als bestanden.

Der Prüfling erhält ein Prüfungszeugnis zur Erlangung des ersten Fischereischeines.